DSL-Hardware

Wenn Sie in Ihren heimischen vier Wänden im Internet surfen möchten, benötigen Sie neben einer freigeschalteten Leitung Ihres Anbieters auch spezielle DSL-Hardware. Auf welche wichtigen Unterschiede Sie hierbei unbedingt achten sollten, verraten wir Ihnen in unserem nachfolgenden Ratgeber-Artikel.

Wofür benötige ich DSL-Hardware?

Die passende DSL-Hardware ermöglicht Ihnen den Zugang zum Internet. Bei der Hardware handelt es sich häufig um einen sogenannten Router, welcher einerseits mit der Telefondose und andererseits mit dem verwendeten Endgerät (PC, Notebook etc.) verbunden wird. Letzteres ist sowohl via Kabel (LAN), als auch kabellos via WLAN möglich. Der Router übernimmt fortan die Regelung des Datenverkehrs zwischen dem heimischen Netzwerk und dem Internet.

Modem oder Router – Was ist der Unterschied?

Sie können sich wahlweise mit einem DSL-outer oder einem Modem ins Internet einwählen. Das Modem dürfte Ihnen sicherlich noch geläufig sein. Verbinden es doch die meisten Menschen mit einem lauten Gerät, mit denen man sich noch vor einigen Jahren ins World Wide Web eingewählt hat. Ein modernes DSL-Modem ist hingegen völlig geräuschlos und ermöglicht Ihnen in der Regel den Anschluss eines einzigen PC’s.

Ein Router ermöglicht hingegen den gleichzeitigen Anschluss mehrerer Geräte im selben Netzwerk. Darüber hinaus bietet er weitere praktische Funktionseigenschaften, wie etwa eine stets aufrecht gehaltene Internetverbindung oder die manuelle Einstellung von Portfreigaben. Mittlerweile vereinen moderne Router jedoch alle Funktionseigenschaften beider Geräte, sodass Sie sich nicht zwischen einem der beiden Geräte entscheiden müssen.

Was gilt es beim Kauf von DSL Hardware zu beachten?

Ein herkömmliches DSL-Modem ist in der Regel für Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s ausgelegt. Wenn Sie jedoch einen schnelleren VDSL-Anschluss verwenden, sollten Sie beim Kauf der Internet-Hardware darauf achten, dass das Gerät auch VDSL-fähig ist. Möchten Sie darüber hinaus auch verschiedenste Endgeräte, wie etwa Ihr Smartphone oder Ihren Tablet-PC mit dem Router verbinden, so benötigen Sie ein WLAN-fähiges Modem bzw. einen WLAN-Router.

Was ist ein Splitter?

Häufig stoßen Sie im Rahmen Ihrer Suche nach der passenden Internet-Hardware auch auf den Begriff Splitter. Hierbei handelt es sich um ein kleines Kästchen, welches zwischen dem Router und dem Telefon zwischengeschaltet wird. Ein Splitter trägt bei einem ISDN-Anschluss dazu bei, dass die Signale für Telefonie und Internet getrennt werden. Auch hier gibt es jedoch den Vorteil, dass ein moderner DSL-Router in der Regel bereits einen Splitter integriert hat.

Aktuelle DSL-Hardware namhafter DSL-Anbieter

Je nach DSL-Anbieter erhalten Sie die zum Surfen benötigte DSL-Hardware direkt dazu. Allerdings bieten die jeweiligen Anbieter nicht allesamt dasselbe Gerät an. Daher erhalten Sie hier eine kleine Übersicht über die beliebteste DSL-Hardware.

Telekom Speedport

Als Kunde der Telekom erhalten Sie je nach gewähltem Tarif den Telekom Speedport Smart oder den Telekom Speedport Hybrid. Beide Modelle unterstützen Geschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s und eignen sich auch für VDSL. Mit dem Speedport Hybrid können Sie zudem auch via Glasfaser oder LTE surfen.

Vodafone Easybox

Der Anbieter Vodafone legt seinen DSL-Tarifen die Vodafone Easybox bei. Die Box ist VDSL- und WLAN-fähig und ermöglicht Surfen mit einer maximalen Geschwindigkeit von 100 Mbit/s. Sie punktet durch eine sichere WPA2-Verschlüsselung.

1&1 Homeserver

Als Kunde von 1&1 erhalten Sie bei schnellen DSL-Tarifen den 1&1 Homeserver dazu. Das Gerät gibt es in verschiedenen Varianten, die je nach Modell Maximalgeschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s unterstützen. Alle Geräte unterstützen darüber hinaus selbstverständlich ADSL2+, VDSL2 und VDSL2 Vectoring.

AVM Fritz!Box

Die AVM Fritz!Box ist einer der beliebtesten WLAN-Router, der u. a. bei DSL-Tarifen von 1&1 enthalten ist. Er ist ebenfalls in verschiedenen Varianten erhältlich, unterstützt Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s und ist natürlich VDSL-fähig.

VDSL-Hardware kaufen oder mieten?

Beim Abschluss eines neuen DSL-Vertrags sollten Sie unbedingt darauf achten, ob Ihnen Ihr DSL-Anbieter die benötigte Hardware kostenlos zur Verfügung stellt, oder ob eine monatliche Mietgebühr anfällt. In einigen Fällen kann es sich nämlich durchaus lohnen, sich gegen ein Mietgerät zu entscheiden und dieses stattdessen selbst zu kaufen.

Allerdings sollten Sie beachten, dass Ihr Provider nicht dazu verpflichtet ist, ein defektes Gerät, welches von Ihnen käuflich erworben wurde, zu reparieren. Bei einem gemieteten Gerät ist dieser Service in der Regel ohne Aufpreis enthalten.

Abschließend noch ein kleiner, aber feiner Tipp: Achten Sie sowohl bei einem Kauf-, als auch bei einem Leihgerät darauf, dass alle wichtigen Komponenten, die in der Bedienungsanleitung aufgelistet sind, auch wirklich vorhanden sind. Ist beispielsweise das Netzwerkkabel vorhanden? Schließen Sie die Hardware erst danach Schritt für Schritt an und stellen Sie eine Verbindung mit dem Netzwerk her. So können Sie etwaige Hardwarefehler frühzeitig erkennen und diese dem Händler bzw. Provider melden.

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