Starlink & Satelliten-Internet: Für wen sinnvoll?

Inhalt

Zusammenfassung

Kurzüberblick

  • Starlink bringt Internet fast überall hin: In Deutschland laut Anbieter über 99% Abdeckung.
  • Typisch sind 100 bis 200 Mbit/s im Download und 10 bis 20 Mbit/s im Upload.
  • Die Verzögerung (Latenz) liegt meist bei 20 bis 50 ms. Das ist für Satellit gut, aber nicht so gut wie Glasfaser.
  • Preislich liegt Starlink oft bei 29 bis 50 Euro pro Monat. Lite ist günstiger, wird aber zu Stoßzeiten gebremst.
  • Stärken: Verfügbarkeit, einfache Selbstmontage, kein Datenlimit.
  • Schwächen: Wetter und freie Sicht sind wichtig, Stromverbrauch ist höher, Stabilität kann schwanken.
  • Am sinnvollsten ist Starlink als Rettungsboot für Orte ohne gutes DSL, Kabel oder Glasfaser.

Ziel dieses Ratgebers

Was soll dieser Artikel vermitteln?

Dieser Artikel hilft Ihnen, Starlink und klassisches Satelliten-Internet realistisch einzuordnen. Sie erfahren, für wen sich der Tarif lohnt, welche Leistung im Alltag erreichbar ist und wo die Grenzen liegen.

Am Ende sollen Sie eine klare Entscheidung treffen können: Starlink als dauerhafter Anschluss, als Übergang bis Glasfaser kommt, oder lieber doch eine Alternative wie Kabel, DSL oder ein 5G-Homespot.

Schritt für Schritt

5 einfache Schritte zur richtigen Entscheidung

  1. Ist Ihr Festnetz wirklich schlecht?
    Prüfen Sie Ihre Ist-Lage: Kommen bei Ihnen am Abend weniger als 16 Mbit/s an oder fällt die Leitung oft aus, wird es interessant.
  2. Alternativen vor Ort abklopfen
    Gibt es Kabel-Internet im Haus? Steht Glasfaser an? Ist 5G stabil genug? Wenn ja, sind diese Optionen oft die bessere Langzeitlösung.
  3. Standort-Check für die Antenne
    Sie brauchen freie Sicht zum Himmel. Bäume und Dachkanten sind wie ein Vorhang. Wenn der zu ist, wird das Bild pixelig.
  4. Tarif wählen: Standard oder Lite
    Lite spart Geld, kann aber in Spitzenzeiten langsamer sein. Wenn Sie tagsüber im Homeoffice sind oder abends streamen, zählt das.
  5. Realistisch rechnen
    Monatsgebühr plus Hardware und Strom. Und planen Sie einen Plan B: Was passiert bei Sturm, Schnee oder wenn die Sicht versperrt ist?

Wissenwert

Wie Starlink anders arbeitet als klassisches Satelliten-Internet

Starlink ist ein Satellitennetz von SpaceX. Der Trick liegt in der Höhe. Die Satelliten fliegen in einer niedrigen Umlaufbahn in rund 330 bis gut 600 Kilometern Höhe. Klassische Satelliten hängen deutlich höher. Die kürzere Strecke wirkt wie eine Abkürzung. Das senkt die Verzögerung und verbessert die Reaktionszeit.

Im Juni 2025 waren rund 7.920 Starlink-Satelliten im Orbit. Langfristig ist ein Ausbau auf bis zu 42.000 geplant. Ihr Zuhause bekommt dafür ein Nutzerterminal, oft einfach „Schüssel“ genannt. Diese richtet sich automatisch aus. Ein Router verteilt das Internet im Haus.

Verfügbarkeit in Deutschland: Fast überall buchbar, aber nicht überall gleich gut

Der große Pluspunkt ist die Reichweite. Starlink ist in Deutschland laut Anbieter nahezu flächendeckend verfügbar, mit einer Abdeckung von über 99%. Das ist besonders relevant für Dörfer, Höfe und Randlagen, in denen Glasfaser noch Jahre entfernt ist.

Wichtig ist trotzdem: „Verfügbar“ heißt nicht automatisch „immer gleich schnell“. Je nach Auslastung und Sichtverhältnissen kann die Leistung schwanken. In der Praxis ist Starlink eher wie eine gut ausgebaute Landstraße. Sie bringt Sie ans Ziel, aber zur Rushhour wird es zäher.

Leistung im Alltag: Geschwindigkeit, Verzögerung und typische Stolpersteine

Offiziell wirbt Starlink mit bis zu 270 Mbit/s Download und bis zu 25 Mbit/s Upload. Im Alltag berichten viele Nutzer eher von 100 bis 200 Mbit/s im Download und 10 bis 20 Mbit/s im Upload. Je nach Standort sind auch breitere Spannen möglich.

Die Latenz liegt meist zwischen 20 und 50 ms. Für Video-Calls, Homeoffice und Streaming ist das meist ok. Für sehr latenzkritische Anwendungen, etwa professionelles Online-Gaming oder Trading, ist Glasfaser mit 2 bis 10 ms im Vorteil.

Typische Stolpersteine sind Hindernisse und Wetter. Bäume, Hauskanten oder dichter Niederschlag können die Verbindung stören. Dazu kommt: Satelliten-Internet ist oft stromhungriger als ein klassischer Festnetzanschluss.

Tipp

Expertentipp: Warum „Lite“ sich gut anfühlt, bis die Nachbarn auch streamen

Der Lite-Tarif ist günstiger, wird aber in Spitzenzeiten priorisiert behandelt. Das heißt praktisch: Wenn viele Menschen in Ihrer Zelle gleichzeitig online sind, kann Ihre Verbindung eher ausgebremst werden.

Wenn Sie also abends regelmäßig in hoher Auflösung streamen oder parallel im Haushalt viel Videokonferenz läuft, kann Lite wie ein günstiges Ticket in einem vollen Zug wirken. Sie kommen an, aber manchmal eben im Gang.

Vergleich: Starlink und Alternativen auf einen Blick

Option Typische Downloadrate Latenz (ca.) Verfügbarkeit Kosten (ca.) Passt gut, wenn …
Starlink Standard 100–200 Mbit/s (typisch) 20–50 ms Deutschlandweit sehr hoch (über 99%) ca. 50 €/Monat Sie weit draußen wohnen und stabile Grundversorgung brauchen
Starlink Lite ähnlich, aber in Stoßzeiten gedrosselt 20–50 ms Sehr hoch ab ca. 29 €/Monat Sie wenig Last in Prime-Time haben oder sparen müssen
Glasfaser bis 1.000 Mbit/s 2–10 ms Abhängig vom Ausbaugebiet ca. 30–60 €/Monat Sie die beste Leistung und Zukunftssicherheit wollen
DSL (VDSL) 50–250 Mbit/s 20–30 ms In vielen Orten verfügbar ca. 20–45 €/Monat Sie eine stabile Basis zu fairen Kosten suchen
Kabel-Internet 100–500 Mbit/s 10–20 ms Gut in Städten und vielen Wohngebieten ca. 25–50 €/Monat Sie hohe Speed wollen und die Leitung im Haus vorhanden ist
5G/LTE Homespot 50–250 Mbit/s 20–40 ms Gute Abdeckung, aber stark standortabhängig ca. 20–45 €/Monat Sie flexibel bleiben wollen oder keinen Festnetzanschluss bekommen

Beispiele

3 typische Beispiele: Für wen passt Starlink besonders?

  • Der Hof am Waldrand: DSL ist langsam, Mobilfunk schwankt. Starlink bringt verlässliches Internet für Homeoffice und Streaming, wenn die Antenne freie Sicht hat.
  • Das Einfamilienhaus im Ausbau-Niemandsland: Glasfaser ist angekündigt, aber ohne Termin. Starlink ist eine Brückenlösung, bis der Tiefbau wirklich da ist.
  • Die kleine Pension auf dem Land: Gäste erwarten WLAN. Starlink kann die Grundversorgung sichern, wenn Festnetz fehlt. Wichtig ist ein guter Standort und ein stabiles WLAN-Setup im Gebäude.

Abschluss & Fazit

Starlink ist kein Zaubertrick, aber oft die pragmatischste Lösung, wenn die Leitung vor Ort einfach nicht mitspielt. Die Kombination aus hoher Verfügbarkeit, ordentlicher Geschwindigkeit und brauchbarer Latenz macht den Tarif für ländliche Regionen attraktiv.

Wenn Sie in einer gut versorgten Gegend wohnen, sind Glasfaser, Kabel oder ein guter 5G-Tarif meist die bessere Wahl. Sie sind oft stabiler, latenzärmer und sparsamer beim Strom.

Wer Starlink richtig einsetzt, nutzt es wie ein solides Werkzeug: nicht für jede Feinarbeit, aber zuverlässig, wenn sonst nichts greift. Prüfen Sie Alternativen, klären Sie die Montage, und wählen Sie den Tarif passend zu Ihrem Nutzungsverhalten.

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Patrick ist bei PREISVERGLEICH.de und dsl.de ein erfahrener Experte im Bereich SEO, der sich auf Content, Analyse und Technik spezialisiert hat und den Internetbereich verbessert.

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