DSL-Vertragslaufzeit

DSL-Vertragslaufzeiten im ÜberblickDie DSL-Vertragslaufzeit bezeichnet die Dauer, für die Sie sich an einen Provider binden. Gängig sind 12 oder 24 Monate. Zu unterscheiden sind die Mindestlaufzeit sowie die Vertragslaufzeit bei einer Verlängerung. Die Mindestlaufzeit bezeichnet den Zeitraum, für den Sie sich wenigstens an ein Unternehmen wie die Telekom, Vodafone, o2 oder 1&1 binden.

Davon abweichen kann die Laufzeit bei einer DSL-Vertragsverlängerung. Beispielsweise läuft ein Vertrag mindestens für 24 Monate und verlängert sich dann um 12 Monate, wenn er nicht gekündigt wird. Die Mindestlaufzeit wird bereits auf der ersten Vertragsseite angegeben. Die Laufzeit für eine Vertragsverlängerung finden Sie gewöhnlich auf Seite 2 oder 3 unter dem gleichnamigen Stichwort „Vertragsverlängerung“.

DSL mit Vertragslaufzeiten von 24 Monaten

Am weitesten verbreitet sind DSL-Verträge mit Laufzeiten von 24 Monaten. Dies bedeutet, dass Sie sich mindestens für zwei Jahre an den jeweiligen Provider binden und sich der Vertrag automatisch verlängert, wenn Sie ihn nicht rechtzeitig kündigen. Die Kündigungsfristen können dabei stark abweichen. Gängig sind vier bis zu zwölf Wochen. Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihr Internet-Vertrag rechtzeitig kündigt wird, sollten Sie spätestens drei Monate vor Ende der regulären Vertragslaufzeit ein Kündigungsschreiben aufsetzen.

Die großen deutschen Internetprovider bieten zusätzlich DSL mit einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten an. Für die kürzere Laufzeit steigt im Gegenzug in der Regel die Grundgebühr an. Das monatlich günstigste Preis-Leistungsverhältnis bieten Verträge mit 24 Monaten Laufzeit.

DSL ohne Mindestvertragslaufzeit: Monatlich kündbar

Häufiger werden DSL-Verträge ohne Mindestlaufzeit. Wenn Sie nicht gekündigt werden, laufen sie unbegrenzt weiter. Im Prinzip verlängern sich diese Kontrakte alle vier Wochen automatisch um 30 Tage. Die Kündigungsfrist liegt in der Regel bei einem Monat. Wenn Sie einen solchen Vertrag beispielsweise am 20. eines Monats kündigen, endet er am letzten Tag des Folgemonats. Dies gilt auch, wenn Sie den Vertrag zum 1. des Monats kündigen. Auch dann läuft er noch bis zum 30. bzw. 31. des Folgemonats und damit faktisch acht Wochen. DSL-Verträge ohne Mindestlaufzeit eignen sich für alle Personen, die sich nicht binden möchten. Allerdings sollten Sie beachten, dass die Monatspreise durchschnittlich höher sind als bei Verträgen mit festen Laufzeiten.

Laufzeiten der Internetanbieter

  • Telekom – 12 oder 24 Monate Mindestlaufzeit, 12 Monate Laufzeit bei Verlängerung, 1 Monat Kündigungsfrist
  • 1&1 – 1 oder 12 Monate Mindestlaufzeit, 1 oder 12 Monate Laufzeit bei Verlängerung, 1 oder 3 Monate Kündigungsfrist
  • Vodafone – 24 Monate Mindestlaufzeit, 12 Monate Laufzeit bei Verlängerung, 3 Monate Kündigungsfrist
  • o2 – 1 oder 24 Monate Mindestlaufzeit, 1 oder 12 Monate Laufzeit bei Verlängerung, 1 oder 3 Monate Kündigungsfrist

Sonderkündigungsrecht bei Umzug

Seit 2012 haben Sie bei einem Umzug ein Sonderkündigungsrecht. Sie dürfen Ihren DSL Vertrag fristlos kündigen, wenn Ihr bisheriger Provider Ihnen am neuen Wohnort nicht die identische Leistung wie am bisherigen Wohnort bereitstellen kann. Ist er dazu in der Lage, erlischt Ihr Sonderkündigungsrecht. Der Provider kann Ihnen eine bessere Leistung (beispielsweise VDSL statt DSL) zum alten Preis anbieten, um Sie als Kunden zu behalten.

Hinweise zu Prepaid-Tarife

Prepaid-Tarife umgehen jegliche Vertragsbindung. Sie erwerben ein Datenvolumen und können dieses nach eigenem Belieben innerhalb Deutschlands und der EU verbrauchen. Anschließend haben Sie kein Internet mehr bzw. dann die Option zusätzliches Datenvolumen kostenpflichtig hinzuzubuchen. Im DSL-Bereich sind solche Angebote noch selten. Verbreitet sind sie dagegen bei der Nutzung von LTE-Tarifen. Prepaid-Tarife brauchen Sie nicht kündigen.

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