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Wi‑Fi Alliance erweitert die Zertifizierung Wi‑Fi CERTIFIED 7 auf Geräte, die nur 20‑MHz‑Kanäle nutzen

Warum diese Meldung für Sie zählt
Wi‑Fi 7 klang bisher nach High‑End: schnelle Router, breite Funkkanäle, viel Power. Jetzt wird der Standard auch für kleine, sparsame Geräte interessant. Das kann im Alltag bedeuten: mehr Akkulaufzeit und weniger Funkstress im Smart Home oder im Betrieb.
So belastbar ist die Quellenlage
Die Kernaussage kommt von der Wi‑Fi Alliance selbst: Die Wi‑Fi CERTIFIED 7‑Zertifizierung wird auf 20‑MHz‑only‑Geräte ausgeweitet. Ergänzend liefern Branchenstimmen und Herstellerangaben Kontext: Analysten ordnen den Nutzen für IoT ein, und ein Chipanbieter nennt konkrete Effizienzwerte. Widersprüche zwischen den Aussagen werden in den vorliegenden Informationen nicht sichtbar.
Wer sagt was – und mit welchem Dreh
- Wi‑Fi Alliance (Kevin Robinson, CEO): Die Erweiterung soll „die nächste Stufe an Performance, Effizienz und Zuverlässigkeit für IoT“ freischalten – vom Smart Home bis zur Fabrik.
- ARC Advisory Group: Wi‑Fi 7 werde so auch für Sensoren und Wearables sinnvoller, gerade in dichten Umgebungen, mit besserer Abdeckung und geringerem Strombedarf.
- RCR Wireless: Die Öffnung könne die IoT‑Adoption beschleunigen; als Größenordnung wird ein Wachstum auf 2,1 Milliarden Wi‑Fi‑7‑Geräte bis 2028 genannt.
- Infineon: Ein erster 20‑MHz‑IoT‑Chip sei „von Grund auf“ dafür optimiert, inklusive bis zu 15‑fach besserer Stromsparfunktionen (Herstellerangabe) sowie Zusatzfunk wie Bluetooth und Thread.
Was das für Sie als Nutzer konkret bedeutet
Ein 20‑MHz‑Kanal ist wie eine schmale Landstraße statt einer Autobahn. Für kleine Datenpakete von Sensoren reicht das oft völlig. Und es kostet weniger Energie. Neu ist: Diese „Landstraße“ bekommt jetzt moderne Verkehrsregeln von Wi‑Fi 7, die Staus und Aussetzer reduzieren können.
- Relevant für Sie, wenn Sie viele Smart‑Home‑Geräte nutzen, etwa Thermostate, Tür‑/Fensterkontakte, Bewegungsmelder oder Wearables. Auch in Büros oder Werkhallen mit vielen Geräten kann das helfen.
- Eher weniger relevant, wenn Ihr Fokus auf maximaler Datenrate liegt, etwa große Downloads oder Streaming über einen High‑End‑Router. Dafür sind weiterhin breite Kanäle und leistungsstarke Geräte entscheidend.
- Worst Case: Sie kaufen „Wi‑Fi 7“ und erwarten sofort überall mehr Tempo. Bei 20‑MHz‑IoT geht es eher um Stabilität und Sparsamkeit, nicht um Spitzen‑Geschwindigkeit.
- Realistisch: Batteriegeräte halten länger durch und reagieren verlässlicher, wenn das Funknetz voll ist.
| Vorteil | Alltagsbeispiel |
| Niedrigerer Stromverbrauch | Sensoren oder Wearables müssen seltener geladen bzw. seltener mit Batterie versorgt werden. |
| Stabilere Verbindung in vollen Netzen | Weniger Aussetzer, wenn viele Geräte gleichzeitig funken (Wohnblock, Büro, Industrie). |
| Einfachere Geräte möglich | Kleinere, günstigere IoT‑Hardware wird wahrscheinlicher, weil 20 MHz genügt. |
Was Sie jetzt tun sollten
- Nichts überstürzen: Für bestehende Smart‑Home‑Geräte ändert sich nicht automatisch etwas. Das ist vor allem ein Schritt für kommende Produktgenerationen.
- Beim Neukauf genau hinsehen: Wenn Sie neue Sensoren oder Wearables kaufen, achten Sie darauf, dass Wi‑Fi CERTIFIED 7 explizit genannt wird. „Wi‑Fi 7“ als Schlagwort allein ist oft zu unscharf.
- Router realistisch planen: Für IoT zählt vor allem Reichweite und Stabilität. Ein teurer High‑End‑Router lohnt sich nicht nur wegen dieses Updates. Wichtiger ist saubere Platzierung und gute Abdeckung.
- Netzwerk nicht überladen: Viele kleine Geräte profitieren, wenn das WLAN aufgeräumt ist. Trennen Sie alte Geräte, die Sie nicht mehr nutzen, und halten Sie Router‑Updates aktuell.
Unsere Einschätzung: positiv
Positiv, weil Wi‑Fi 7 damit aus der „Premium‑Ecke“ herauskommt und im Alltag ankommt. Für IoT sind Zuverlässigkeit und Energieverbrauch oft wichtiger als Maximaltempo. Gut ist auch: Die Änderung läuft über eine Zertifizierung, also mit Blick auf Kompatibilität.
Was das für den Markt bedeutet
Für Hersteller ist das ein Türöffner: Wi‑Fi 7 wird für Milliarden kleiner Geräte interessant, die bisher aus Strom‑ und Kostengründen eher „klein“ funken mussten. Anbieter wie Infineon setzen auf Kombi‑Bausteine, die Wi‑Fi, Bluetooth und Thread zusammenbringen. Das kann Geräte einfacher machen und Smart‑Home‑Ökosysteme anschieben, in denen viele Standards nebeneinander laufen.
Wie es weitergehen dürfte
2026 und 2027 sind gute Jahre für neue Wi‑Fi‑7‑IoT‑Produkte: mehr Auswahl, mehr Zertifizierung, mehr Routine bei Herstellern. Entscheidend wird sein, wie schnell diese Geräte in Verbraucherprodukten landen und wie gut sie sich in dichten Netzen bewähren. Ein mögliches Nadelöhr bleibt die verfügbare Funkfläche in einzelnen Regionen, aber der Fokus auf Effizienz ist ein robustes Signal.
Weiterführende Hilfe: Wenn Sie Ihr WLAN fürs IoT fit machen wollen
- Prüfen Sie, ob Ihr Router automatische Updates unterstützt und ob diese aktiv sind.
- Platzieren Sie den Router möglichst frei und zentral. Funk ist wie Licht: Wände schlucken viel.
- Wenn Sie sehr viele Geräte haben: Ein separates WLAN für Smart‑Home‑Geräte kann Ordnung schaffen, falls Ihr Router das anbietet.
- Notieren Sie beim Neukauf die Funkstandards in der Produktbeschreibung. So vermeiden Sie Fehlkäufe durch Marketing‑Begriffe.
Quellen
- Wi-Fi Alliance Extends Wi-Fi CERTIFIED 7 to 20 MHz-Only … – 2026-01-09
- Wi-Fi Alliance move brings Wi-Fi 7 features to 20 MHz-only … – 2026-01-07
- Infineon Develops the First 20-MHz-Only Wi-Fi 7 Device – 2026-01-09
- Wi-Fi Alliance extends Wi-Fi CERTIFIED 7 to 20 MHz-only … – 2026-01-08
- SoC unlocks 20-MHz Wi-Fi 7 for smart IoT – 2026-01-08
- Infineon introduces the industry’s first Wi-Fi 7 IoT 20 – 2026-01-07
- Wi-Fi Alliance: 2026 looks bright for Wi-Fi & AI – but a major … – 2026-01-14
- WiFi7 routers lack advertised features – 2026-01-09
- Infineon Launches Wi-Fi 7 Tri-Radio Platform for IoT | Electronics USA
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