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Öffentliche WLAN-Hotspots: Zukünftig mehr Möglichkeiten für alle?

05. Oktober 2016 von Eckhard Mohnsorf

Bild Gericht Urteil

Die Grundsatzentscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur sogenannten Störerhaftung stellt nun klar, dass bei Urheberrechtsverletzungen der Betreiber des WLAN-Hotspots nicht haftet. Somit geht ein sechs Jahre andauernder Rechtsstreit zu Ende und klärt endgültig die Frage der Haftung für Gewerbetreibende. DSL.de zeigt, was das für die Nutzer bedeutet?

Was sagt das Urteil?

In fremden Städten ist es oft gar nicht leicht ein freies WLAN zu finden. In Restaurants und Hotels gehören zwar die WLAN-Hotspots meist zum Standard, jedoch bekommt man den Zugangscode hier oft nur durch Nachfrage oder Registrierung. Die Anbieter schützen sich und Grund dafür ist die sogenannte Störerhaftung. Sie nahm bisher den Betreiber des WLAN-Hotspots mit in die Haftung. Doch damit soll nun Schluss sein. Der EuGH kippte die Störerhaftung und beendete damit die jahrelange Rechtsunsicherheit für die Gewerbetreibenden. Für sie gilt nun, dass sie nicht haftbar sind, wenn ein Nutzer des eigenen WLAN-Netzes Rechtsverletzungen im Internet begehen. Sie sind somit nicht mehr schadensersatzpflichtig und von ihnen können auch keine Abmahngebühren verlangt werden. Allerdings werden sie weiterhin verpflichtet, die eigenen Hotspots durch Passwörter zu schützen.

Zukünftig mehr Angebote für die Nutzer?

Doch was bedeutet das nun für die Nutzer der WLAN-Hotspots? Können sie darauf hoffen, dass es in der Zukunft mehr WLAN-Hotspots geben wird und der Zugang zu ihnen einfacher möglich ist? Bisher galt die Störerhaftung als Hindernis für den Ausbau eines großflächigen Hotspot-Netzes in Innenstädten. Denn die Betreiber wurden immer wieder abgemahnt und für Urheberrechtsverletzungen verantwortlich gemacht. Doch auch nach dem Urteil des EuGH sind ein einfacher Ausbau und eine schnelle Verbreitung von WLAN-Hotspots nicht in Sicht. Denn durch die Auflagen zum Schutz des Zugangs wird eine schnelle Verbreitung verhindert. Fakt ist, dass sich wohl erst einmal nicht so viel ändern wird, da die Betreiber der Netze weiterhin Passwörter für den Zugang verwenden werden. Das bedeutet in der Praxis, dass wohl die meisten Betreiber auch zukünftig eine Registrierung verlangen werden, bei der separate Nutzungsbedingungen akzeptiert werden müssen.
Wenn auch Sie einen WLAN-Hotspot betreiben, dann vergleichen Sie auf DSL.de günstige und faire Tarife. So finden Sie den Tarif, der am besten zu ihrem Angebot passt.


Quelle: YouTube/DieAbmahnIndustrie

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